Der Verkehr kommt aus der Stadt!

Gemeinsam ans Ziel - alle müssen an einem Strang ziehen.

Heute jährt sich die Sperrung der A45-Rahmedetalbrücke zum ersten Mal. Ein katastrophales Jahr liegt hinter uns. Ein anstrengendes, nervenaufreibendes und sehr arbeitsintensives Jahr.

portret van Gemeinsam ans Ziel - alle müssen an einem Strang ziehen.

Erlauben Sie mir deshalb, einige persönliche Worte an den Beginn dieses Newsletters zu stellen:

Ich erinnere mich nur allzu gut an den Moment, als ich vor einem Jahr den Anruf von den zuständigen Stellen der Autobahn GmbH erhalten habe. Kurz und knapp wurde mir mitgeteilt, dass jegliche Überfahrt über die Brücke sofort eingestellt werden muss. Wegen akuter Einsturz- und damit Lebensgefahr.

In diesem Moment, heute vor einem Jahr, habe ich noch nicht wirklich begriffen, welche katastrophalen Auswirkungen diese Hiobsbotschaft für unsere Stadt und unser Zuhause mit sich bringen würde. Ich hatte noch nicht wirklich begriffen, welche Kraftanstrengung uns allen abverlangt werden würde und welche Massen an Staub, Dreck und Lärm auf uns zurollen würden.

Ich hatte die Hoffnung, dass wir gemeinsam, wir Menschen in dieser Region, diese Katastrophe zusammen angehen und meistern würden. Ich hatte die Hoffnung, dass wir Einzelinteressen überwinden und das politische Hickhack zwischen den Parteien und Fraktionen überwinden und hinter das übergeordnete Wohl unserer Stadt und Region zurückstellen könnten.

Deshalb habe ich mich bereit erklärt, als ehrenamtlicher Bürgerbeauftragter für das neu geschaffene Brückenbauer-Büro von Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing die Verantwortung zu übernehmen – zusätzlich zu meinen Aufgaben als Bürgermeister.

“Brücken bauen” heißt für mich, Gräben und Abgründe überwinden.

Doch nach einem Jahr muss ich feststellen, dass sich meine Hoffnung nur zum Teil erfüllt hat.

Viele pflegen noch immer ihren Egoismus oder sind in Parteidenken und Einzelinteressen verhaftet. Vielfach wird noch immer nicht nach gemeinsamen Lösungen gesucht. Wir ziehen noch immer nicht an einem Strang, sondern vielmehr wird weiter versucht, das Hickhack und eingefahrene Spiel aus politischem Profilieren und Trickserei entlang von Einzelinteressen einfach weiterzuführen. Gerade so, als ob die Katastrophe der Sperrung der A45 es nicht erfordern würde, alle Kräfte und alle Ressourcen zu bündeln.

Verstehen Sie mich bitte richtig: In den Zeiten, die hinter uns liegen, ist dieses Hickhack - wie ich es hier etwas abwertend nenne - wichtig und wohl auch richtig gewesen. Natürlich muss geklärt werden, wer und welche Entscheidungen dazu geführt haben, dass wir diese Situation haben, wie wir sie haben. Natürlich muss es zu einem Wettstreit der Interessen und Zukunftsvorstellungen kommen. Natürlich müssen sich unterschiedliche politische Konzepte und Personen für Sie als Wählerinnen und Wähler voneinander abheben. Davon lebt unsere Demokratie. Aber: Die Sperrung der A45 ist für die Stadt und Region eine Unglück mit katastrophaler Tragweite. Unglücke mit katastrophaler Tragweite sind Ausnahmesituationen. Muss dieses Hickhack, müssen politische Spielchen in dieser Ausnahmesituation wirklich immer sein?

Ich denke: Nein, das muss und das darf nicht sein.

Mit Blick auf die Brücke gibt es aus meiner Sicht drei zentrale Aufgaben, denen wir uns alle gemeinsam stellen müssen:

  1. Der Bau der neuen Brücke muss so schnell wie nur irgend möglich erfolgen,
  2. der Verkehr in der Stadt muss erträglich gestaltet werden und
  3. die zu erwartenden wirtschaftlichen und sozialen Folgeschäden müssen aktiv angegangen, um sie so gering als irgend möglich zu halten.

Meiner Meinung nach müssen bei der Bewältigung dieser drei Aufgaben, alle anderen Interessen und alle anderen politischen Konzepte, persönlichen Karrierewünsche oder Profilierungssüchte Einzelner ebenso hinten angestellt werden wie Effekthascherei und Desinformation in einzelnen Medien, in denen persönliche Meinungen zum Thema immer wieder hinter vermeintlichen Analysen oder verdrehten Tatsachen versteckt werden.

Ich nehme hier niemanden aus. Nicht mich selbst und auch nicht meine eigene Partei. Und ich weiß, dass das, was ich verlange, eine Herausforderung, für manche vielleicht sogar eine Zumutung ist.

Doch es ist eine Binsenweisheit: Wer Katastrophen und die Auswirkungen von Katastrophen erfolgreich bekämpfen will, handelt Hand in Hand und verlässt die eingefahrenen Bahnen der Zeit vor der Katastrophe.

Darum und nur darum sollte es im vor uns liegenden zweiten Jahr nach der Katastrophe gehen. Ich werde nicht müde werden, dieses vernünftige gemeinsame Handeln einzufordern und ich werde weiter versuchen, Gräben zu überwinden und Brücken zu bauen.

Wie ich zunächst auf Anfrage der Medien am 25.11.2022 erfahren durfte, wird am 5. Dezember 2022, also am kommenden Montag, der Vorsitzende der CDU in Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, nach Lüdenscheid kommen.

Hendrik Wüst ist selbstverständlich auch Ministerpräsident unseres Bundeslandes. Da ich aber inzwischen, am Mittwoch, den 30.11.2022 gegen 18:30 Uhr, eine Einladung zu diesem Termin per E-Mail von Herrn Bundestagsabgeordneten Florian Müller (CDU) und Herrn Landtagsabgeordneten Ralf Schwarzkopf (CDU) erhalten habe, gehe ich davon aus, dass Hendrik Wüst nicht in der Funktion als Ministerpräsident zu uns nach Lüdenscheid kommen wird, sondern vielmehr als Landesvorsitzender der CDU – genauso wie Friedrich Merz als Bundesvorsitzender der CDU möglicherweise noch im Dezember 2022 Lüdenscheid besuchen wird.

Gerne hätten wir von Seiten des Brückenbauer-Bürgerbüros bei der Organisation des Besuchs des NRW-Ministerpräsidenten unterstützt. Ganz im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger der Region. Ganz im Sinne eines gemeinsamen Handelns zur Lösung der akuten Probleme.

Vor zwei Wochen haben aktive Bürgerinnen und Bürger im Team Brückenbauer Hendrik Wüst in den Märkischen Kreis eingeladen. Über diesen Link können Sie die Einladungen einsehen. Den Einladungen waren die Unterschriften von weiteren mehr als 130 Bürgerinnen und Bürgern beigefügt.

Die Staatskanzlei NRW hat bisher weder den Eingang der Schreiben bestätigt noch die Schreiben beantwortet.

Auch deshalb müssen wir davon ausgehen, dass Hendrik Wüst am 5. Dezember 2022 als CDU-Landesvorsitzender in Lüdenscheid sein wird. Ich habe gestern, am 01.12.2022 nun endlich mit ihm telefoniert und hoffe weiter, dass der Herr Ministerpräsident bald auch in dieser Funktion zu uns nach Lüdenscheid kommen wird.

Zu dem gesamten Vorgang habe ich mich bereits in einer Pressemitteilung geäußert, die Sie hier einsehen können. Selbstverständlich werde ich am Montag die CDU-Parteiveranstaltung besuchen, um dort weiter zu versuchen, Brücken zu bauen und ein gemeinsames Handeln im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen.

Ich habe noch immer die Hoffnung, dass uns das gelingt – und wie Sie an den folgenden Ergebnisse des gemeinsamen Handelns in der Region erkennen können, habe ich auch guten Grund dazu – denn viele Bürgerinnen und Bürger, viele Unternehmerinnen und Unternehmer sowie viele Entscheiderinnen und Entscheider in Politik und Verwaltung machen bereits das, was jetzt nötig ist.

Herzliche Grüße

Ihr Sebastian Wagemeyer und das Team Brückenbauer

wird geladen

Umsetzung der Ergebnisse aus den Gesprächen mit dem VVWL

Bürgerschaftlichen Engagement lohnt sich!

wird geladen

Tempo 30 auf der Umleitungsstrecke kommt!

Die Stadt Lüdenscheid hat Tempo 30 auf der A45-Umleitungsstrecke angeordnet.

Informationen & Services

Informieren Sie sich hier die aktuelle Verkehrslage oder über den Fortschritt der Baumaßnahmen. Im Bereich Services finden Sie unser Angebot des Bürgerbüros zu Unterstützungsleistungen, Terminen oder Veranstaltungen.

Wie wird eine Brücke gebaut?

In unserer 20-seitigen Broschüre wird bildhaft und mit wenigen Worten der Neubau einer Brücke dargestellt. Einzelne Schritte werden mit Hilfe von kurzen Erklärtexten erläutert.